Als freigeistig erschaffene ethische Grundlage zur Schaffung von Programmquellen, ist die sogenannte Open-Source eine Projektphilosophie, die vielen besonders gut gefällt. Weil freie Lizenzen weniger den kommerziellen Gewinn anstreben und der Fokus grundsätzlich im Gesamtnutzen für alle liegt, ist freie Software am Markt sehr beliebt.

Open-Source-Projekte werden oft von Spenden und manchmal von Supportleistungen am Leben gehalten, nicht aber durch den Verkauf des entwickelten Produktes. Die Software darf schlichtweg aufgrund der Lizenz nicht verkauft werden, doch sie kann einen großen Nutzen erbringen – sowohl für private Anwender, als auch für die IT im kommerziellen Umfeld.

“Freie Software” ist nicht nur eine günstige Alternative zu kommerziell vertriebener Software, sie verkörpert auch angenehme Schlichtheit, effiziente Sicherheit und intuitiv steuerbare Programm-Oberflächen. Open-Source-Software ist meist sehr zweckmäßig und daher auch oft modular durch Plugins oder Addons erweiterbar. Kommerzielle Softwarehersteller bringen meist standardmäßig vielerlei Extra-Funktionen in ihrer Software unter, um damit den Kaufpreis zu steigern. Bei der Open Source ist das grundlegende Ziel nicht die Erzeugung von kommerziellem Gewinn, sondern das Handling für den Benutzer und das Thema Sicherheit. Es ist faszinierend! Auf der ganzen Welt beteiligen sich sehr fähige Programmierer an Communitys, die Projekte für die Allgemeinheit umsetzen – ums Geld geht es dabei nur sehr nebensächlich. Umfassend könnte man sagen, die Open-Source-Welt gestaltet unseren Planeten ein großes Stück freier.
Dem Nutzer von freie Software werden folgende Freiheiten gewährleistet:

• Die Freiheit, das Programm auszuführen, wie man möchte, für jeden Zweck.

• Die Freiheit, das Programm weiterzuverbreiten und damit seinen Mitmenschen zu helfen.

• Die Freiheit, die Funktionsweise des Programms zu untersuchen und eigenen Bedürfnissen der Datenverarbeitung anzupassen.

• Die Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen der Öffentlichkeit freizugeben, damit die gesamte Gemeinschaft davon profitiert.


Als unser Kunde werden sie merken, dass sie nur für ganz bestimmte Zwecke Softwarelizenzen kaufen. Zum Beispiel, wenn Sie eine Office-Suite von Microsoft haben wollen, oder eben für eine professionelle Antiviren-Software… Die meisten von uns installierten Programme nutzen unsere Kunden jedoch kostenlos. Freie Software stehen kommerzieller Software qualitativ in nichts nach. Um freie Software nutzen zu dürfen, muss vorher keine Lizenz erworben werden, denn diese wird einfach mit der Installation akzeptiert. Im Gegensatz zur sogenannten “Freeware” ist Open Source i.d.R. werbefrei und eben auch im gewerblichen Bereich kostenlos einsetzbar. Was von Unternehmen verkauft werden darf, ist zum Beispiel die Serverleistung, die Wartung und die Supportleistung. Z.B. können wir Ihnen eine Cloud anbieten, auf der das Open-Source-Projekt “Nextcloud” installiert und eingerichtet wurde. Wir verkaufen Ihnen im Grunde aber den Speicherplatz auf unserem Server + Cloudfunktionalität, nicht aber die Nextcloud-Software an sich. Das Projekt stellt nicht nur die Serversoftware bereit, sondern auch Clientsoftware für alle Betriebssysteme – alles Open Source, alles kostenlos.

Das Content-Management-System “WordPress” stellt eine Systematik bereit, die bei den Programmierern besonders beliebt ist. Es wird die grundlegende Software (WordPress) als Open Source angeboten, die Addons stehen jedoch oft nur eingeschränkt zur freien Verfügung. Möchte man den vollständigen Funktionsumfang eines Plugins nutzen, so zahlt man in den meisten Fällen einen sehr fairen Preis, um die Premium Edition des Plugins zu erwerben. Das lohnt sich für viele Anbieter und dies fällt wiederum positiv auf den Erfolg des WordPress-Projekts zurück. Bekannte plattformübergreifende Projekte wie Mozilla Firefox, LibreOffice oder GIMP präsentieren, wie höchst professionell die Umsetzung von Open-Source-Projekten sein kann. Auch die bekannte Wissensenzyklopädie Wikipedia ist übrigens ein Open-Source-Projekt. Hinter solche einer Umsetzung steckt offensichtlich ein gigantischer Verwaltungsaufwand, was eine logische Erklärung dafür liefert, warum Wikipedia die Nutzer von Zeit zu Zeit zur Spende aufruft.

Auch wenn sich eine Community aus irgendeinem Grund auflösen sollte, so haben andere trotzdem die Möglichkeit, Teile des Quelltextes in eigene Projekte zu integrieren, oder das ganze Projekt weiterzuführen – nach diesem
Prinzip geht kein Wissen verloren und das Rad muss nicht für jeden Programmteil neu erfunden werden. Weil Open-Source-Projekte auch der Quelltext frei zum Download angeboten wird, kann theoretisch jeder den Quelltext des Programmes einsehen. Somit haben auch kommende Generationen weltweit Zugriff auf dieses Hintergrundwissen, was sicherlich ein Grund für Programmierer ist, um besonders achtsam und sauber zu programmieren. Wir vermuten, dass es für einen Softwareentwickler ein besonderer Reiz ist, an einem Open-Source-Projekt mitzuwirken. Seit Linus Torvalds im Jahre 1992 das Betriebssystem Linux als Open Source bereitstellte, gibt es sogar ein Open-Source-Betriebssystem, was heutzutage das Fundament für zahlreiche Linux-Betriebssysteme ist. Alternativ zum allseits bekannten “Windows”-Betriebssystem, können wir Ihnen einen PC auch mit dem Linux-Betriebssystem “Xubuntu” ausliefern. Unsere Webserver und diverse andere Webdienste sind übrigens Produkte der Open-Source-Welt.

Freie Software steht meist unter der sogenannten Global Public License (GPL), doch es gibt scheinbar eine ganze Reihe an freien Lizenzmodellen. Welcher Lizenz ein Produkt unterliegt, erfahren Sie meist im Programm unter dem Menüpunkt “Hilfe”, oder Sie suchen im Web nach dem Softwarenamen + dem Wort “Lizenz”. Im Lizenzvertrag sind verschiedene Regelungen festgelegt, für den Endbenutzer sind jedoch normalerweise nur die Fakten wichtig, dass die Software kostenlos einsetzbar ist und der Hersteller keinerlei Haftung für eventuell entstehende Schäden übernimmt. Damit kann die Programmierer-Community nicht haftbar gemacht werden – jeder, der Open Source also einsetzt, ist selbstverantwortlich.

Wir vertrauen seit bald 2 Jahrzehnten auf freie Software! Fakt ist, dass Ihnen freie Software auch im kommerziellen Bereich kostenlos zur Verfügung steht und dass sie weltweit sehr erfolgreich zum Einsatz kommt.

Bitte spenden Sie an die entsprechende Community, wenn Sie mit der von Ihnen eingesetzten Open-Source-Software zufrieden sind.

Wie? Geben Sie einfach den Namen der Software + den Begriff “Spende” in Ihre Suchmaschine ein.